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Facebook kauft WhatsApp: Herr der Nachrichten

42 Dollar – das ist der Betrag, den Facebook für jeden Menschen ausgegeben hat, der What’sApp verwendet [1]. Es ist eine der spektakulärsten Übernahmen der Internet-Geschichte, die auch Wochen später noch für zahlreiche Diskussionen führt – besonders unter den Nutzern von WhatsApp.

Whats App: Viele Erfolge, viele Pannen

WhatsApp wurde 2009 gegründet und verfügte zum Kaufzeitpunkt über eine Nutzerbasis von 450 Millionen Menschen – täglich kamen rund eine Million weitere hinzu. Das macht WhatsApp zum am schnellsten wachsenden Netzwerk in der Geschichte [2]. Von diesen Nutzern leben 30 Millionen in Deutschland. Damit ist jeder dritte Deutsche über WhatsApp erreichbar. Diese gewaltige Zahl verdankt WhatsApp seiner Einfachheit: Wer die App installiert, kann direkt loschatten. Das erste Jahr WhatsApp ist kostenfrei, anschließend fallen 89 Cent Gebühr pro Jahr an. Damit löste die App für viele Nutzer die kostenpflichtigen SMS ab.  Ein großer Vorteil: WhatsApp läuft auf nahezu jeder Mobilplattform.

Und das wird sich für euch, unsere Benutzer, ändern: Nichts.
What’s-App-Gründer Jan Koum über den Kauf durch Facebook [3]

Es gibt jedoch noch eine zweite Seite der Medaille: Die vielen, teils gravierenden Sicherheitslücken, durch die WhatsApp in seiner Geschichte aufgefallen ist. In den ersten Jahren schickte der Service Nachricht vollkommen ungeschützt durchs Netz. Die Verschlüsselung, mit der seit 2012 gearbeitet wird, gilt als lückenhaft und unsicher. Außerdem ist es Journalisten mehrfach gelungen, WhatsApp-Accounts mit einfachen Mitteln zu kapern, Nachrichten und Status-Änderungen im Namen anderer Nutzer zu veröffentlichen oder Nachrichten an den eigenen Server zu schicken. Dies brachte WhatsApp unter Security-Experten einen sehr schlechten Ruf ein. 

Facebooks Kommunikationsmonopol

Ähnlich gravierende Sicherheitslücken hat es bei Facebook bisher nicht gegeben – wer möchte, mag dies als gutes Zeichen werten. Mit über 1,2 Milliarden Kunden verfügt Facebook bereits über eine riesige Nutzerbasis. Teil des Netzwerks ist der Facebook Messenger, mit dem Nutzer untereinander Nachrichten austauschen können – ein direktes Konkurrenz-Produkt zu WhatsApp.

Facebook geht es also um simple Marktanteile: Während sein eigener Service gerade in den Vereinigten Staaten und Kanada stark verbreitet ist [4], dominiert WhatsApp mit weitem Abstand in Europa. Der Kauf von WhatsApp macht Facebook auf einen Schlag zum unangefochtenen Monopolisten im Messenger-Markt.

Oliver Redelfs

Über Oliver Redelfs

Der bekennende Technik-Nerd und langjährige Medienprofi Oliver Redelfs arbeitet als freier Journalist und berät Firmen als Experte für Games und Kommunikation.

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