Internet Archive

900 Arcade-Klassiker zum Nulltarif

Mit „Free to Play“-Games ist das ja so eine Sache – vordergründig gratis, wird man zumeist später um so heftiger zur Kasse gebeten. Wirklich kostenlos spielen kann man dagegen seit dem Wochenende auf der Seite The Internet Archive (https://archive.org/details/internetarcade). Die US-Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, nach und nach ein umfassendes („lückenlos“ dürfte wohl unmöglich sein) des digitalen Paralleluniversums zu erschaffen. Und dazu gehören eben auch Daddel-Oldies aus den ruhmreichen Zeit, als man noch in der Kneipe oder im nahe gelegenen Bowling-Center D-Markstücke (für Jüngere: So hieß damals die Währung in Deutschland) versenkte. 900 (in Worten: neunhundert!) Klassiker werden auf der Seite angeboten – frei spielbar, direkt im Browser. Da man dazu noch nicht einmal etwas installieren muss, kann man seinem Spieltrieb nun ganz unbeschwert seinen Lauf lassen…

Die Spiel werden im Browser „emuliert“, das heißt Firefox & Co. stellen die notwendige Softwareplattform bereit. Um ein Spiel zu starten, wählt man es zunächst in der Gesamtübersicht aus und klickt dann auf „Run an in-browser emulation
of the program“. Es öffnet sich ein Fenster, das man auf den gesamten Bildschirm vergrößern kann. Nach dem Betätigen der Leertaste lassen sich mit der Nummerntaste 5  Credits hinzufügen, mit den Tasten 1 und 2 trifft man die Auswahl zwischen einem und zwei Spielern. Sehr zu empfehlen ist ein Gamecontroller oder Joystick, da das Spielen über Tastatur nur einen müden Abklatsch des ursprünglichen Spielerlebnisses darstellt.

Steffen Haubner

Über Steffen Haubner

Steffen Haubner M.A. schloss 1997 sein Studium Soziologie an der Universität Hamburg ab. Seitdem arbeitet er als freier Autor und Fachlektor für zahlreiche Verlage und Publikationen mit den Schwerpunkten Technik und Neue Medien. Insbesondere widmet er sich den Themenbereichen Windows, Mobilfunk, Sicherheit, Games und Multimedia. Er ist für diverse Tageszeitungen und Magazine tätig. Außerdem verfasste er mehrere Belletristik-Titel und Fachbücher, zuletzt „Android-Tablets für Einsteiger“ (VKI, Wien 2014).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *