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Angezockt: Halo The Master Chief Collection

In mehr als einer Dekade seit dem Erscheinen hat sich „Halo“ zu einer globalen Marke entwickelt. Einst als Systemseller für die erste Xbox übernommen, verkaufte sich der Titel weltweit fast fünf Millionen Mal – und was, wohlgemerkt, für eine Konsole, die zum damaligen Zeitpunkt ein Neueinsteiger in den von Sonys Playstation dominierten Markt war. Die britische Gamerbibel „Edge“ vergab die äußerst seltene Höchstwertung für ein Spiel, das seitdem in den Popkulturkosmos eingegangen ist. Man denke nur an den traditionellen „Halo-Abend“ in „The Big Bang Theory“. Halo 3 für die Xbox 360 brachte es schließlich auf weltweit 7,84 Millionen verkaufte Einheiten. „Mission accomplished“, oder besser: „Achievement unlocked“, um in der Xbox Live-Terminologie zu bleiben.

Nun kann man die Geschichte noch mal komplett Revue passieren lassen, und zwar auf der Xbox One und in der besten Qualität, in der die teilweise doch etwas in die Jahre gekommenen Teile zu haben sind. „Halo: The Master Chief Collection“ (Microsoft, bereits erschienen) ist ein Fest für Fans!

Der legendäre erste Teil ist in der für die Xbox 360 optimierten „Combat Evolved Anniversary“-Edition an Bord. Der ziemlich genau eine Dekade junge zweite Teil ist als „Halo 2: Anniversary“ komplett überarbeitet auf der pickpacke vollen Disc enthalten, Waffen, Wassereffekte, Texturen und Geräusche wurden nach allen Regeln der Kunst aufgebohrt, die Musik neu aufgenommen. Auch „Halo 3“ und „Halo 4“ glänzen in 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde. Damit sind wir aber auch bei den negativen Aspekten der Sci-Fi-Vollbedienung. Eine zweite Disc konnte oder wollte man zum absolut angemessenen Preis von 70 Euro nicht lockermachen, weshalb große Teile des Spiels als 20-GB-Patch nachgereicht werden. Nicht nur Sammler fragen sich deshalb: Und was ist, wenn die Server irgendwann nicht mehr online sind? Die Serverprobleme gehören mittlerweile ebenfalls schon fast zum guten Ton: Auch bei der „Master Chief Collection“ ging in den ersten Tagen erst mal gar nichts.

Positiv betrachtet könnte man sagen: Endlich mal wieder genügend Zeit und Gelegenheit, die rund 40 Stunden dauernden Solo-Kampagnen noch mal in Ruhe durchzuzocken. Denn von den etwas hölzernen Figuren, der nicht vorhandenen Mimik und der naturgemäß nicht mehr zeitgemäßen Zwischensequenzen machen alle Teile spielerisch auch heute noch eine sehr gute Figur. Veteranen kommen allerdings nicht umhin, sich beim Spielen verstohlen die eine oder andere Träne von der Backe zu wischen.

Für die Anniversary Edition wurden Halo 2 udn der Master Chief komplett üpberarbeitet Alle Bilder: Microsoft Game Studios

Für die Anniversary Edition wurden Halo 2 und der Master Chief komplett überarbeitet
Alle Bilder: Microsoft Game Studios

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Steffen Haubner

Über Steffen Haubner

Steffen Haubner M.A. schloss 1997 sein Studium Soziologie an der Universität Hamburg ab. Seitdem arbeitet er als freier Autor und Fachlektor für zahlreiche Verlage und Publikationen mit den Schwerpunkten Technik und Neue Medien. Insbesondere widmet er sich den Themenbereichen Windows, Mobilfunk, Sicherheit, Games und Multimedia. Er ist für diverse Tageszeitungen und Magazine tätig. Außerdem verfasste er mehrere Belletristik-Titel und Fachbücher, zuletzt „Android-Tablets für Einsteiger“ (VKI, Wien 2014).

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