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GOG.com: Für eine Handvoll Euro

Der Steam-Konkurrent GOG.com startet mit eigenem Client durch

Mit 125 Millionen aktiven Nutzern scheint die vom US-Softwarehersteller Valve unterhaltene Vertriebsplattform Steam derzeit übermächtig zu sein. Doch die polnischen Spieleschmiede CD Projekt, die in diesem Jahr auch das mit Spannung erwartete „The Witcher 3: The Wild Hunt“ veröffentlichen wird, setzt dem ein eigenes, vielversprechendes Konzept entgegen. GOG.com, seit kurzem auch auf Deutsch verfügbar, setzt ganz auf kopierschutzfreie Spiele. Insbesondere Klassiker wie das legendäre „Star Wars: X-Wing“ oder die diversen Versionen des „Rollercoaster Tycoon“ sind dort schon für eine Handvoll Euro zu haben. Independent-Spiele wie der Aufbau-Hit „Banished“ sind teilweise deutlich unter dem Steam-Tarif zu haben.

Nun ergänzt GOG das Angebot um einen eigenen Client, der derzeit unter dem Namen „GOG Galaxy“ als Beta-Version für Windows-PC und Mac zum kostenlosen Download bereitsteht. War GOG bislang nur über die Browseroberfläche erreichbar, kann man damit auch direkt vom Desktop auf den Store, die eigene Spielebibliothek, Updates, Freundeslisten, Chats und Achievements zugreifen. Registrierte Nutzer können sich untereinander austauschen und sehen, was ihre Freunde gerade spielen. Außerdem ermöglicht „GOG Galaxy“ Online-Multiplayer und Matchmaking. Bei einigen Titeln sind sogar Multiplayer-Partien zwischen GOG.com und Steam möglich. Derzeit gibt es den Client nur auf Englisch, an der deutschen Sprachfassung wird derzeit aber mit Hochdruck gearbeitet, ebenso an einer Linux-Version.
„Mit GOG Galaxy können wir neue, große Spiele auf GOG.com bringen,“ erklärt Piotr Karwowski, VP of Online Technologies. „Unsere erste große Veröffentlichung wird natürlich `The Witcher 3: Wild Hunt´ sein, das automatische Updates, Achievements und Spiel-Statistiken beinhalten wird. Wir bereiten uns außerdem darauf vor, in Zukunft noch viele weitere AAA-Titel anzubieten.“ Der Clou: Auch das Fantasy-Epos wird in der über GOG.com vertriebenen PC-Version ganz auf Kopierschutz verzichten. Wie bei allen anderen Titel auch, ist der Galaxy-Client für „The Witcher“ kein Muss. „Wir wissen, dass Spieler ihre Entscheidungsfreiheit behalten wollen, weshalb die Nutzung von GOG Galaxy und seinen Funktionen nicht verpflichtend ist. Es optional anzubieten, ist die beste Motivation für uns, um es besser zu machen. GOG Galaxy soll so gut sein, dass man es auch wirklich nutzen will“, formuliert Karwowski seine Kampfansage an den Quasi-Monopolisten Steam.

http://www.gog.com/

Steffen Haubner

Über Steffen Haubner

Steffen Haubner M.A. schloss 1997 sein Studium Soziologie an der Universität Hamburg ab. Seitdem arbeitet er als freier Autor und Fachlektor für zahlreiche Verlage und Publikationen mit den Schwerpunkten Technik und Neue Medien. Insbesondere widmet er sich den Themenbereichen Windows, Mobilfunk, Sicherheit, Games und Multimedia. Er ist für diverse Tageszeitungen und Magazine tätig. Außerdem verfasste er mehrere Belletristik-Titel und Fachbücher, zuletzt „Android-Tablets für Einsteiger“ (VKI, Wien 2014).

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