So sieht der neue Desktop von Windows 10 aus.

Update zum Upgrade: Leserfragen zu Windows 10

Ab 29. Juli wird das neue Windows ausgeliefert (wir berichteten in unserer Samstagsausgabe). Einige Leser haben zu dem Thema noch Fragen, die wir an dieser Stelle beantworten.

Kann ich als Laie das Upgrade auf WIN 10 vornehmen oder bedarf es hierfür doch einiger Fachkenntnisse?

Das Upgrade läuft automatisch ab – Sie brauchen also keine Fachkenntnisse und können es auch als Laie durchführen, wenn Sie sich wie im Artikel beschrieben über die Upgrade-App anmelden. Wichtig ist, dass Sie vorher eine Datensicherung auf einem externen Datenträger durchführen. Denn bei einem solch tiefen Eingriff in das Betriebssystem kann immer etwas schiefgehen. Sicherheitshalber können Sie über „Systemsteuerung“, „Wiederherstellung“ und „Wiederherstellungslaufwerk erstellen“ einen USB-Stick mit mindestens 256 MB Speicherplatz als Wiederherstellungslaufwerk einrichten. Dabei werde alle Daten auf den Stick gelöscht! Im Notfall können Sie Windows dann auf die ursprünglichen Einstellungen zurücksetzen.

Macht es Sinn erst einige Monate mit dem Upgrade zu warten, falls doch einiges in der Startphase schief läuft?

Microsoft will das Upgrade ohnehin erst nach und nach verteilen. Zunächst kommen diejenigen dran, die sich über die Upgrade-App ein Upgrade haben reservieren lassen. Wenn Sie sich unsicher sind, dann tun Sie das erst einmal nicht und warten Sie die weitere Berichterstattung ab, welche Nutzererfahrungen andere mit Windows 10 machen.

Kann ich wieder zurück auf WIN 7 falls beim Upgrade nicht alles so klappt wie es soll?

Ja, Sie können innerhalb von 30 Tagen nach der Installation zur alten Version zurückkehren, so Microsoft auf entsprechende Nachfrage. Man kann also davon ausgehen, dass eine Rücksetzoption mitgeliefert wird, auch wenn der Hersteller das noch nicht konkretisiert hat.

Sie schreiben, die Pro-Version kostet € 230,–. Ich dachte das Upgrade wäre umsonst?

Es ist wie im Artikel ausgeführt für Besitzer von Windows 7 und 8.1 umsonst – für den Rechner, auf denen die ältere Windows-Version installiert ist, und zwar auf Lebenszeit für diesen konkreten PC. Anders ausgedrückt: Die Lizenz ist an die Hardware gebunden. Die genannten Preise beziehen sich auf Einzellizenzen für Nutzer, die einen Rechner ohne Betriebssystem kaufen, und für Besitzer von Windows XP und Vista. Kostenpflichtig wird sicher auch ein Upgrade von einer Home- auf eine Pro-Version. Genaueres dazu hat Microsoft aber noch nicht bekanntgegeben.

Was passiert, wenn ich bei WIN 7 bleibe?

Zunächst einmal gar nichts. Sie können Windows 7 wie gewohnt weiter nutzen. Allerdings ist der so genannte Mainstream-Support von Microsoft im Januar ausgelaufen. Konkret heißt das: Es werden keine neuen Funktionen oder Programmverbesserungen mehr bereitgestellt, Nutzer müssen sich mit dem begnügen, was sie haben. Wohlgemerkt: Das betrifft zunächst keine sicherheitsrelevanten Funktionen! Im so genannten Extended Support gibt es nur noch Sicherheits-Upgrades – mehr nicht. Der Extended-Support für Windows 7 endet erst am 14. Januar 2020. Bis dahin sorgt die Windows-Upgrade-Funktion dafür, dass Ihr PC sicher bleibt.

So sieht der neue Desktop von Windows 10 aus.

So sieht der neue Desktop von Windows 10 aus.

Update 14.07.

Kann man eine Vorab-Version zu einer Vollversion upgraden?

Nein, das ist nicht möglich. Für Teilnehmer am „Insider-Programm“ gibt es keine Gratis-Lizenz. Diese erhält man nur von einem lauffähigen Windows 7 oder 8.1 aus. Hat man also eine Vorab-Version installiert, muss man zunächst zurück zum alten Stand und kann erst danach Windows 10 installieren.

Es war zu lesen, dass Android-Apps bald auch unter Windows laufen. Stimmt das?

Dazu Produktmanager Boris Schneider-Johne: „Jedes Android-Programm kann innerhalb von Minuten in eine Windows-Anwendung umgewandelt werden. Auch der Umstieg von iOS-Anwendungen auf Windows wird wesentlich vereinfacht. Wir stellen den Entwicklern zudem Tools bereit, damit zentrale Windows-Features wie etwa Cortana problemlos eingebunden werden können. Versorgungslücken, die es derzeit im Bereich Apps noch gibt, sollen bald geschlossen werden.“

Was ist im Bereich Gaming zu erwarten?

Boris Schneider-Johne: „Wir haben von den Nutzern die eindeutige Botschaft bekommen, dass das Thema Gaming nach wie vor immens wichtig ist. So wird unsere Grafikschnittstelle DirectX 12 selbst auf bereits existierender Hardware eine bessere Performance mit bis zu 40 Prozent mehr Leistung ermöglichen.“

 

Steffen Haubner

Über Steffen Haubner

Steffen Haubner M.A. schloss 1997 sein Studium Soziologie an der Universität Hamburg ab. Seitdem arbeitet er als freier Autor und Fachlektor für zahlreiche Verlage und Publikationen mit den Schwerpunkten Technik und Neue Medien. Insbesondere widmet er sich den Themenbereichen Windows, Mobilfunk, Sicherheit, Games und Multimedia. Er ist für diverse Tageszeitungen und Magazine tätig. Außerdem verfasste er mehrere Belletristik-Titel und Fachbücher, zuletzt „Android-Tablets für Einsteiger“ (VKI, Wien 2014).

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