Bild: Aka / pixelio.de

Vorsicht: Trojaner im Umlauf!

Derzeit kommt es mal wieder verstärkt zum Versand von gefälschten Mahnungen durch eine angebliche „OnlinePay24 AG“. Dahinter steckt allerdings nicht eine Firma dieses Namens, sondern Cyberkriminelle, die einen gefährlichen Trojaner aufs betroffene System schleußen wollen:

Sehr geehrte/r XXXXXXXX,

leider mussten wir feststellen, dass unsere Zahlungserinnerung ID 867880809 bisher ohne Reaktion Ihrerseits blieb. Heute geben wir Ihnen damit letztmalig die Möglichkeit, den nicht gedeckten Betrag unseren Mandanten OnlinePay24 AG zu decken.

Aufgrund des bestehenden Zahlungsausstands sind Sie verpflichtet außerdem, die durch unsere Inanspruchnahme entstandene Gebühren von 66,82 Euro zu tragen. Bei Rückfragen oder Anregungen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von 48 Stunden. Um zusätzliche Kosten auszuschließen, bitten wir Sie den fälligen Betrag auf unser Konto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Buchungseingänge bis zum 21.12.2016.

Wir erwarten die vollständige Zahlung bis spätestens 27.12.2016 auf unser Konto. Können wird bis zum genannten Termin keine Überweisung verbuchen, sehen wir uns gezwungen unsere Forderung an ein Gericht abzugeben. Alle damit verbundenen Kosten werden Sie tragen.

Gespeicherte Personalien:
xxxxxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxxxxxxxxxxxx

Eine vollständige Kostenaufstellung Nummer 867880809, der Sie alle Positionen entnehmen können, befindet sich im Anhang.

Mit freundlichen Grüßen

Rechnungsstelle

Eindruck sollen diese Mails unter anderem damit machen, das die korrekte Anrede und Adresse des Empfängers angegeben werden – diese kann jedoch aus allen möglichen Quellen stammen. Um es noch einmal gruindsätzlich zu sagen:

Seriöse Unternehmen würde NIEMALS eine .zip-Datei als Anhang versenden! Hinter dem Dateiformat verbirgt sich ein Datenkompressionsverfahren, durch das es dem Empfänger unmöglich geamcht wird, den wahren Inhalt zu erkennen – in diesem Fall ein tückischer Schädling, der ernsthaften Schaden am System anrichten kann!

Bild: Aka / pixelio.de

Update: SO geht’s natürlich auch:

Guten Tag S , 

wir müssen Sie darüber informieren, dass heute die letzte Möglichkeit ist, unser Formular zur Überprüfung Ihrer Krankenkassenbeiträge abzugeben.

Laut unseren Unterlagen bezahlen Sie jeden Monat zuviel Krankenkassenbeiträge. Leider sind wir bei der Auswertung der zuviel gezahlen Beiträge auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Bitte füllen Sie dieses Formular kurz aus und Sie erfahren noch heute, wieviel Beiträge Sie zuviel an Ihre Krankenkasse bezahlt haben:

http://www.klicken169.win/xxxxxxx

Sollten Sie nicht heute handeln läuft Ihr teuerer Vertrag um weitere 6 Monate.

Mit freundlichen Grüßen,

Anna Martin
Kundenservice
Steffen Haubner

Über Steffen Haubner

Steffen Haubner M.A. schloss 1997 sein Studium Soziologie an der Universität Hamburg ab. Seitdem arbeitet er als freier Autor und Fachlektor für zahlreiche Verlage und Publikationen mit den Schwerpunkten Technik und Neue Medien. Insbesondere widmet er sich den Themenbereichen Windows, Mobilfunk, Sicherheit, Games und Multimedia. Er ist für diverse Tageszeitungen und Magazine tätig. Außerdem verfasste er mehrere Belletristik-Titel und Fachbücher, zuletzt „Android-Tablets für Einsteiger“ (VKI, Wien 2014).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *