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Filmdatenbank zum Nulltarif

Mit „Kodi“ lassen sich Mediendateien abspielen, ordnen und visuell aufpeppen

Das Internet ist eine Schatztruhe für Filmfans. Dazu muss man gar nicht zu illegalen Mitteln greifen. Legale Quellen wie Mediatheken oder Archive mit Filmklassikern, die man kostenlos anschauen kann, gibt es zuhauf. Das Problem: Die persönliche Filmbibliothek wird immer unübersichtlicher, je mehr Inhalte man hineinpackt. Man muss schon einiges an Arbeit investieren, um die oft mit recht kryptischen Namen versehenen Dateien zu archivieren. Immerhin kann man es sich etwas einfacher machen, indem man die Informationen zu den Filmen samt der passenden Cover aus dem Internet bezieht. Diese Mühe nimmt einem ein Programm ab, das zugleich als zentrale Abspielstation für Medien aller Art dient. „Kodi“ kann man unter https://kodi.tv/download/ kostenlos für alle gängigen Plattformen wie Windows, Mac OS und Android herunterladen. Das extrem vielseitige Programm lässt sich mit diversen Erweiterungen weiter ausbauen. Das Sortieren und Aufpeppen der Filmdatenbank lässt sich aber allein mit Bordmitteln bewältigen.

Dazu muss man die vorhandenen Mediendateien zunächst einmal so vorbereiten, dass sie von „Kodi“ erkannt werden. Für welches Ordnungssystem man sich auch entscheidet: Jeder Film braucht einen eigenen Ordner, der den Namen des Films trägt. Auch die Angabe des Entstehungsjahres empfiehlt sich, damit es nicht zu Verwechslungen von Filmen gleichen Namens kommt. Die Ordner heißen dann „Extrablatt 1974“ oder „Sleepers 1996“ und enthalten den jeweiligen Film. Die Mediendateien selbst können dagegen heißen, wie sie wollen. Nun müssen Sie „Kodi“ nur noch mitteilen, wo Sie Ihre Filmdatenbank angelegt haben. Später hinzugefügte persönliche Informationen, etwa ob Sie den Film bereits gesehen haben oder nicht, werden ebenfalls mit diesem Verzeichnis verknüpft. Deshalb sollten Sie sich für einen festen Speicherort entscheiden, da diese Hinweise bei einem Wechsel verloren gehen.

Nach dem Start von „Kodi“ scrollen Sie nach unten und klicken auf „Videos“. (Zurück zur vorherigen Seite kommen Sie unter Windows übrigens am einfachsten mit der „Esc“-Taste.) Dort wählen Sie den Bereich „Dateien“ und klicken dann auf „Videos hinzufügen“. Über „Durchsuchen“ geben Sie nun den Speicherort an. Das kann auch eine externe Festplatte oder ein NAS-Server sein. Danach öffnet sich das Fenster „Inhalt festlegen“. Hier wählen Sie unter „Dieser Ordner beinhaltet“ natürlich „Filme“. Aktivieren Sie „Filme liegen in getrennten Ordnern, die dem Filmtitel entsprechen“. Damit die geladenen Filminformationen auf Deutsch erscheinen, sollten Sie unter „Einstellungen“ als bevorzugte Sprache noch Deutsch wählen. Die Frage, ob die Informationen aktualisiert werden sollen, bestätigen Sie abschließend mit „Ja“. Wenn Sie nun in den Ordner „Filme“ wechseln, werden Sie sehen, dass sich die Mühe gelohnt hat. Die kunstvollen Cover machen doch einfach viel mehr Lust aufs Anschauen als irgendwelche komplizierten Dateinamen.

Steffen Haubner

Über Steffen Haubner

Steffen Haubner M.A. schloss 1997 sein Studium Soziologie an der Universität Hamburg ab. Seitdem arbeitet er als freier Autor und Fachlektor für zahlreiche Verlage und Publikationen mit den Schwerpunkten Technik und Neue Medien. Insbesondere widmet er sich den Themenbereichen Windows, Mobilfunk, Sicherheit, Games und Multimedia. Er ist für diverse Tageszeitungen und Magazine tätig. Außerdem verfasste er mehrere Belletristik-Titel und Fachbücher, zuletzt „Android-Tablets für Einsteiger“ (VKI, Wien 2014).

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